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Article du Bulletin

Srst svište horského (Marmota marmota latirostris}. Das haarkleid des gebirgs Murmeltiers Marmota marmota (Linnaeus, 1759) [Du pelage des marmottes alpines. On the fur of Alpine marmots].

Hrabak R. & Kratochvil Z. · 1966 · Zoologicke Listy, Folia Zoologica, 15 : 105-124.

Résumé

Wir untersuchten das Haarkleid von 3 Individuen der Tatrarasse des Gebirgs-Murmeltiers (Marmota marmota latirostris Kratochvil, 1961) und 2 Individuen der AIpenrasse derseIben Art (M. m. marmota Linnaeus, 1758), die l-4 Jahre alt waren (Tab. l). Bei jedem einzelnen Individuum wurde das Haarkleid von 11 verschiedenen Körpergegenden untersucht. Jeder dieser Gegenden wurde eine Probe von 10 bis 15 Haaren entnommen, die einzeln gemessen und mikroskopisch untersucht wurden. Auf Grund der auf diese Weise gewonnenen Daten konnten wir folgende Schlüsse ziehen: l- Am Rücken, den Seiten, der Bauchseite des Körpers und an der Schwanzwurzel befinden sich nur Leithaare und Wollhaare. 2- Am Distalteil des Schwanzes gibt es nur Leithaare. 3- An den Ohrmuscheln, zwischen den Augen, an den Lippen, Augenlidern und Fingerrücken fanden wir säbelförmige Haare. 4- An Stellen, wo die säbelförmigen Haare an die Leithaare grenzen, kommen gemeinsam mit ihnen auch Wollhaare vor. 5- An den Lippen sind ausserdem noch die sogenannten Lippenhaare verteilt. 6- Sinushaare findet man an den Oberlippen, oberen und unteren Augenlidern und an den Wangen. Sämtliche Haarkategorien der verschiedenen Körpergegenden wurden morphologisch beschrieben. Vor allem verfolgten wir die Morphologie der Epidermikulis, die Verteilung des Pigments in den Haaren, und die Zahl der Zellenreihen in der Marksäule. Aus den metrischen Werten der Epidermikulis-Schuppen wurde Chmelevskajas Index bestimmt. Das Verhältnis zwischen der Dicke des Haars und seiner Marksäule wurde mit Hilfe des Markindexes ausgedrückt. Verhänismässig kongtant war dieser Index bei den Wollhaaren, eine grössere Variabilitätsbreite zeigte er bei den Leithaaren und die grösste Variabilitätsbreite bei den säbelförmigen Haaren. Die morphologischen und metrischen Untersuchungen der Haare bieten übereinstimmende Ergebnisse bei den Individuen beider geographischer Rassen, des Tatras und des AIpen-Murmeltiers. Unterschiede zwischen diesen beiden Rassen Wurden nur in der Menge und Verteilung des Haarpigments festgestellt. Eine Unterscheidung der beiden Subspezien nach den Ausmassen der Haare ist ebenfalls nicht verlässlich.